Die Seite beschreibt mehr über unsere eigene Sichtweise der Arbeitsinhalte des Interior Design und die Details und Erwartungshaltungen der Zusammenarbeit zwischen Kunden und Interior DesignerInnen

 

Was ist die Aufgabe von Interior Design?

 

Bevor wir irgendetwas anderes tun, wollen wir kurz zusammenfassen was denn Interior Design (kurz ID) eigentlich ist und womit sich ein Interior Designer beschäftigt. Damit erhalten Sie eine Orientierung über den Zusammenhang seiner/ihrer Leistungen, Angebote, der Qualifikationen – kurz was der Beruf denn tatsächlich beinhaltet. Sie werden sich wundern wie vielfältig die Arbeit eines Interior Designers tatsächlich ist und welchen breiten Rahmen sie ihren Kunden steckt.

 

Was ist Interior Design?

 

Wir bleiben bei der deutschen Sprachgebung. Üblicherweise kann sich der Innenarchitekt auch als Interior Designer bezeichnen aber der Interior Designer ist kein Innenarchitekt. In der Tat ist die Verantwortungsvielfalt der InnenarchitektInnen eine größere als der ‚ausschließlichen Interior DesignerIn’ und umfasst in Grundlage eines abgeschlossenen Hochschulstudiums (entweder Architektur oder Innenarchitektur so ferne als eigenes Studium verfügbar) auch die breiten Zusammenhänge des technischen und den jeweiligen Standards und Bauordnungen unterlegten Innenausbaus. Gerade in Bauten mit starken technischen Zusammenhängen wie alle öffentliche Bauten, Spitäler und Pflegeheime, Freizeitbauten etc etc. ist das ein wesentliches Kriterium. Das Leistungsbild unterliegt der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure.

Je mehr sich der Leistungszusammenhang in den Privatbereich des Wohnens und Arbeitens verschiebt und die gesamte Breite der geschmacklich kreativen und durchaus informalen Gestaltung abdecken will, entsteht das durchaus auch künstlerische, planerische und unmittelbar Einrichtungs-bezogene Tätigkeitsfeld der/des Interior DesignerIn und der Welt der Interior Decoration. Niemand kann alles und niemand ist in allem gut und spezialisiert.

So ergibt es sich, dass die Zusammenarbeit zwischen Architektur, Interior Design und Interior Decoration eine sehr fruchtbare sein kann. Oftmals ist so sichergestellt, dass die technischen formalkreativen Zusammenhänge in Überleitung zu deren kreativen Inhalten und Markt - Bezogenheiten in guter Kooperation funktionieren können. Denn auch das Wirkungsfeld des Interior Design ist enorm vielfältig und vielfach aus einem Schwerpunkt, einer Spezialisierung und einer Perspektive heraus alleine nicht zu bewältigen. Auch ist die Bedarfslage in privaten, kleineren Projekten mit jener von größeren z.B. öffentlichen Bauten nicht vergleichbar. Das Umfeld des Interior Design und der Raumausstattung ist dementsprechend anspruchsvoll. Umso vorsichtiger ist man mit einer verallgemeinernden Definition.

Im englischsprachigen Wikipedia geht man genau darauf ein und bestätigt, dass das Handwerk von Interior Design und Interior Decorater heutzutage nicht mehr eindeutig abgrenzbar ist und von Projekt zu Projekt variiert. Trotzdem wird auch auf dieser Seite der Bezug der Innenarchitektur mehr auf Funktion, Planung und die technischen Aspekte eines Projektes gelegt wie Akustik, Lichtplanung und Temperatur während die Innendekorations-Seite des Interior Design eher auf Seiten der Innendekoration und Raumausstattung angesiedelt ist. Haben Sie also ein stark Technik-lastiges Projekt im Innenausbau ist der klassische Innenarchitekt Ihr vorwiegender Gesprächspartner – er wird sich ggf. des Interior Designers im Sinne der Innen-Dekoration unterstützend bedienen. Haben Sie ein vorwiegend dekoratives, Planungs- und Gestaltungsprojekt ist vielleicht der Interior Designer mit dem Schwerpunkt der Innendekoration Ihr vorwiegender Gesprächspartner und wird sich ggf. unterstützend des Innenarchitekten bedienen. Das ist eine Linie – Ausnahmen gibt es für alles. Meine Küche würde ich nicht von einem Architekten planen lassen und die Lichtplanung sollte ein Lichtplaner machen und nicht der Spezialist für Bodenbelege. Und auch dafür gibt es wahrscheinlich Ausnahmen.

 

Für wen ist Interior Design nützlich?

 

Wir sprechen hier von Interior Design als eine Möglichkeit und Bereitschaft sich von außen oder durch Dritte in intensiverer Art und Weise mit Raum-Aufteilung, Raumausstattung und Raumgestaltung zu beschäftigen und diese auch verwirklichen zu können.

Letztlich ist Interior Design für all jene nützlich die gerne wohnen und für die ihr zu Hause auch eine Art Selbstverwirklichung darstellt. Diese Einschätzung entspricht einem Potenzial für Menschen,  die es sich leisten können und wollen auf eine gewisse Persönlichkeit des Wohnens und die damit erwartete und verbundene Annehmlichkeit zu bestehen.

Die Facetten dabei sind enorm unterschiedlich – zwischen Menschen die sich in der Ausformung ihrer eigenen Ansichten nur begleiten und bestätigen lassen wollen bis hin zu jenen, die sich gerne inspirieren lassen und die ihre eigene Welt durch die Eindrücke und die Professionalität anderer bereit sind erweitern zu lassen.

Für manche ist es schwer einen eigenen Stil, seine / ihre Individualität zu entdecken – andere wieder suchen Unterstützung gerade für die Ausformulierung dessen und die Festigung des Verständnisses darüber.

 

Egal in welchem Zusammenhang: Die professionelle Interior DesignerIn bringt genau diese Bedürfnisse auf den Punkt und kann sich auf diese Erwartungshaltungen einstellen. In Wahrheit ist das nicht nur eine hoch spezialisierte Tätigkeit sondern eine Arbeit mit hohen menschlichen und empathischen Potenzialen. Auf dieser Ebene ist der/die Interior DesignerIn wahrscheinlich unverzichtbar. Nicht nur, dass sie/er die Dinge verwirklichen und verstehen kann, schafft sie einen Rahmen innerhalb dessen sich der Kunde wiederfindet und an seine intellektuellen und emotionalen Grenzen geht – oftmals weit über den eigenen vorstellbaren Kontext hinaus. Die Professionalität der Interior DesignerIn verhilft nicht nur das Richtige zu tun sondern auch das was man tut qualitativ und preislich optimal umzusetzen. Für den Kunden ist es jedenfalls ein Gewinn, bei dem man oftmals und leicht feststellt dass der qualitative Input mit Abstand mehr erlöst als nur billiger einzukaufen.

 

Was macht ein/e Interior DesignerIn ?

 

Wir fassen unsere Tätigkeiten üblicherweise wie folgt zusammen indem wir einen Tätigkeits – Zusammenhang zwischen Innenarchitektur und Interior Design im Sinne von Raumausstattung bilden. Unser Fokus ist damit – in Aufmerksamkeit gegenüber der größten Anzahl der LeserInnen des Artikels – der private Wohnbereich. 

 

Die Tätigkeiten sind:

 

  • Gestaltung und Einrichtungsplanung auf Grundlage bestehender Raumplanung

  • Kreativkonzept, Innenraumgestaltung und Innenausstattung

  • Materialkonzepte, Farbkonzepte, Einbringung von Lichtplanung, Möbelentwurf und Möbelplanung, Detailplanungen

  • Produkt- und Leistungsauswahl, Budgetanpassung, Einkaufsliste

  • Kooperation mit und von Projektpartnern, Professionisten und Gewerken, Lieferanten

  • Projekt Administration, Aufsicht und allgemeine Projekt-Begleitung

 

Auf die genaueren Inhalte der jeweiligen Punkte gehen wir später ein. Der/ die Interior DesignerIn ist in Form der eingesetzten Moderation auch in der Lage einen Rahmen zu schaffen, innerhalb dessen mehrere an der Entscheidung Einbezogene zu einer gemeinsamen Meinung finden. Das ist oftmals eine der wichtigsten Eigenschaften. Es ist beispielsweise unser Ziel, dass Menschen mit denen wir in diesem Rahmen zusammenarbeiten, durch den Prozess der gemeinsamen Ausgestaltung auch gemeinsame Freude und eine neue Darstellung und Aufbereitung ihrer Zusammengehörigkeit erleben. Wie sich Menschen dann in ihrem gemeinsamen Werk widerfinden gehört oft zum größten Kompliment unserer Arbeit.

 

Was ist gutes Interior Design ?

 

Das ist ebenso einfach beantwortet wie schwierig umzusetzen:

Gutes Interior Design erfüllt den Einrichtungs- und Innenausstattungs-Wunsch, -Geschmack und persönlichen Zusammenhang des Kunden nachhaltig.

 

Das wichtigste ist unserer Auffassung nach einerseits den Bedürfnisrahmen des Kunden immer einzuhalten und sich selbst frei von eigenen Wünschen und ästhetischen und künstlerischen Überzeugungen und Verwirklichungsbedürfnissen zu halten. Unser Kunde ist der Mittelpunkt. Allerdings ist es die Aufgabe der wirklich guten Interior DesignerInnen an die Grenzen zu gehen und jenes Maximum auszuschöpfen, das der Kunde auch bereit ist in seine Welt vordringen zu lassen. Das vereint dann den bestehenden rationalen und empirischen Zusammenhang ebenso wie die Sicherheit Potenzial und Möglichkeit erfahren zu haben und eine Spannung zwischen Gegenwart und experimenteller Zukunft auch als Rahmen der eigenen Verwirklichung zuzulassen. Das sichert sehr oft eine langfristige Freude, Offenheit und Vielfalts-Bereitschaft am Objekt auch in Form des eigenen Lebens darin.

 

Woraus setzt sich ein Projekt zusammen – und was ist ein Projekt überhaupt?  

 

Wir werden jetzt genauer und etwas detaillierter auf all jene, die gerne den Tätigkeitsrahmen und die Inhalte der Zusammenarbeit gemeinsam mit der/dem Interior DesignerIn verstehen wollen, eingehen. Wir wissen dann auch was wir uns überhaupt erwarten können und welche Inhalte ein Projekt benötigt.

 

AUFGABE UND STRUKTUR:

GESTALTUNG UND EINRICHTUNGSPLANUNG

 

  • Erarbeitung der Entscheidungsgrundlage des Kundenwunsches, der Termine, Abhängigkeiten und Budgets

  • Festlegung funktioneller und ästhetischer Ziele und Ausrichtungen in Form einer Bedarfs-Definition des Kunden

  • Berücksichtigung der Einbringung bestehender Einrichtungsdetails

  • Erstellung eines Einrichtungsplanes im Grundriss

  • Unterstützung zur Entwicklung eines Projektplanes mit Übergabe des © Copyright

  • Einbringung der o.a. Bedarfs-Definition in die Planung selbst und den Projekt-Fortschritt

 

 

DIE IDEE:

KREATIVKONZEPT UND INNENRAUMGESTALTUNG

 

  • Erarbeitung eines kreativen Einrichtungskonzepts in Ausarbeitung der relevanten geschmacklichen und ästhetischen Schwerpunkte, Bedürfnisse, Funktionalitäten und Raumanpassungen nach der Vorgabe des Kunden

  • Konkrete Darstellung und Umsetzungspotenziale – erste Visualisierung in Form von Material- und Produktcollagen

  • Abstimmung, Angleichung und Konkretisierung des Kundenwunsches und Anpassung des Kreativkonzepts und Übergabe des © Copyright

 

 

AUSFERTIGUNG UND DETAIL:

MATERIAL, FARBE, OBERFLÄCHEN, LICHT, MÖBELENTWURF UND –PLANUNG:

 

  • Entwicklung der Innenraum-Gestaltung und dessen Finish in visueller und dokumentierter Darstellung

  • Unterstützung und Aufbereitung von Material-Vorschlägen, -Bearbeitungen,   -Ausstattungen, -Ausrüstung, - Empfehlungen und –Spezifikationen 

  • Design resp. Ausarbeitung der Ausstattungs-Details

  • Erarbeitung von Skizzen oder Präsentationen zur Kundenorientierung

  • Koordination der Ausstattungs- Lay-Outs gemeinsam mit den Spezialisten und Professionisten resp. mit Licht und Elektro-Planern 

  • Koordination der künstlerischen und dekorativen Accessoires

  • Organisation der Kunden-Zustimmungs-Erfordernisse und des Bestellprozesses durch den Kunden

  • Unterstützung in detaillierten Produkt-Auswahl-Prozessen

 

 

TECHNISCHE EINGLIEDERUNG:

KOOPERATION MIT UND KOORDINATION VON PROJEKTPARTNERN, PROFESSIONISTEN, GEWERKEN UND LIEFERANTEN

 

  • Adaption, Ausarbeitungen, Koordination und Angleichung der Raumausstattungsbedürfnisse gemeinsam mit professionellen Partnern und Verantwortlichkeiten:

  • Abstimmung von Planänderungen mit Architekten und Bauträgern

  • Anpassung des Elektroplans gemeinsam mit den Verantwortlichen

  • Professionelle Koordination der Lichtplan-Einbringung und –Abstimmung

  • Erstellung eines Lieferanten-Verzeichnisses

  • Einbringung der Kostenvoranschläge und Angebotsvergleiche nach Wunsch des Kunden

  • Erstellung von Fertigungs- und Ausführungsplänen incl. Übergabe des © Copyrights an den Kunden 

 

 

ORGANSIATION:

PROJEKT-ADMINISTRATION, AUFSICHT UND ALLGEMEINE PROJEKT-BEGLEITUNG

 

  • Wartung des Projekt Termin-Planes in bestmöglicher Kundenabstimmung

  • Unterstützung der Bestell-Prozesse des Kunden  

  • Überarbeitung der Angebote mit dem Kunden

  • Teilweise Überprüfung der Bestell- und Herstellprozesse von Maßfertigungen in und mit der Fabrikation / dem Lieferanten (Möbelfertigung nach Definition)

  • Überprüfung der Montagen während der Installation

  • Ablauf-Koordination

Qualitätskontrolle gemeinsam mit dem Kunden

 

Was kostet Interior Design?

 

Natürlich hängt die Beantwortung dieser Frage vom Projekt-Rahmen und den Projekt-Inhalten ab. Neben dem Projektrahmen ist die Entscheidungs-Fähigkeit und die Entscheidungs-Festigkeit des Kunden eine ganz wichtige Kostenkoordinate im Projekt. Wenn Entscheidungen seitens der BauherrIn immer wieder geändert und in Frage gestellt werden – entstehen zeitliche Verzögerungen, es wird die Koordination am Projekt gefährdet und es entstehen laufend unnötige Kosten. 

 

Jedes Projekt braucht einen Projekt-Sicherheitsgrad in dem das gegenseitige Vertrauen die wahrscheinlich wichtigste Rolle spielt. Dazu müssen einfach die richtigen und jedenfalls professionellen Projektpartner zusammenkommen. Das spürt man üblicherweise untereinander. Kommt dieses Gefühl nicht auf und fühlt man sich gegenseitig nicht respektiert und akzeptiert sollte man von einer Zusammenarbeit Abstand nehmen.

 

Man kann Unsicherheiten auch nicht vorwegnehmen – was man aber innerhalb eines Projektes immer berücksichtigen sollte sind klare und eindeutig abgesteckte Koordinaten und gegenseitige Bedingungen. Beide müssen wissen worauf sie sich einlassen. Gute Interior DesignerInnen sind auch gut beschäftigt. Gute Interior DesignerInnen würden ein Projekt unter zu unsicheren Auspizien ablehnen, weil sie wissen dass die möglichen Komplikationen beiden Partnern mehr Aufwand als Ertrag abverlangen. Auch wir haben dann und wann Projekte abgelehnt, wenn wir festgestellt haben, dass es uns nicht möglich wäre einen abgesicherten gemeinsamen Nenner über ein Projekt und dessen ästhetische und kaufmännische Inhalte zu erlangen.

 

Es gibt ziemlich klare und eindeutige Grundlagen für einen Projekterfolg:

 

  • Definition der Erwartungshaltungen und Abhängigkeiten

  • Klarstellung der Budgets

  • Sicherstellung von Sicherheitsrahmenbedingungen  (Siehe Checklist)

  • Klarstellung des Zeitlichen Rahmens

  • Sicherstellung der Verantwortlichkeiten und deren Verfügbarkeiten

  • Sicherstellung der Entscheidungsfähigkeit des Kunden

  • Projekterfahrung der Projektpartner im Interior Design

  • Sicherstellung eventuelle rechtlicher Abhängigkeiten

  • Verfügbarkeit eines Projektplanes und dessen laufender Bearbeitung

  • Sicherstellung einer objektiven Projektkontrolle

  • Offenheit und Ehrlichkeit im Projektverlauf

 

Innerhalb dieses Rahmens sind die Kosten recht gut planbar. Außerhalb dessen nicht.

Sie müssen unbedingt darauf vertrauen können, dass Ihr/e Interior DesignerIn immer das für Sie beste in Kosten, Qualität und Inhalt erwirkt. Das ist eine wichtige Grundlage dafür, dass sich die Arbeit fruchtbar entwickelt und Freude bereitet. Ihre Entscheidungen also – brauchen einen sicheren Untergrund.

 

Projekte werden üblicherweise Stunden- oder Tagesweise abgerechnet. Bei Zweiterem einigt man sich manchmal auf eine Flat-Fee oder gesamte Projekt-Pauschale.  Das ist dann erforderlich, wenn der Kunde einerseits ein etwas größeres Projekt und andererseits eine genauere Planbarkeit der Aufwendungen erfordert.

Unsere Erfahrungen sind je nach Professionalität, Prominenz, Voraussetzung und Örtlichkeiten netto ohne Mehrwertsteuer:

Stundenhonorar: 60 – 200 €

Tagessatz: Zwischen 500 und 2.000 €   

 

Die Tagessätze sind dann und wann im Vergleich zur Stunden – Hochrechnung teurer, weil man sich nicht auf 8 Leistungsstunden täglich eingrenzt, sondern zwischen 8 und 10 Stunden täglichen Aufwand kalkuliert.

In der Projekthochrechnung bei Tagessätzen schlagen wir selbst bei eigenen Projekten die Berücksichtigung einer 10% - Abweichung nach oben und unten in der Leistungsdauer-Erbringung vor. Soll heißen: Wenn der/die Interior DesignerIn einen längeren Zeitrahmen als veranschlagt benötigt, ist eine Abweichung von bis zu 10% ohne zusätzlichem Kostenaufwand für den Kunden zu berücksichtigen. Sollte weniger Zeitvolumen als veranschlagt benötigt werden, wird dem Kunden eine Gutschrift eingeräumt. Das erfordert eine Zeit- und Aktivitäten-Mitschrift der Interior DesignerIn auf die der Kunde jederzeit Zugriff haben soll.

 

Entscheidend ist eine ordentliche Copyright-Regelung für alle seitens des /der Interior DesignerIn ausgefertigten Pläne, Kreativ-Vorschläge und Zeichnungen. Wir sind hier der Auffassung, dass der Kunde zu jedem Zeitpunkt aus besseren Gründen das Projekt abbrechen können soll und immer und zu jedem Zeitpunkt ein Leistungs- und Kosten– Einklang herrscht – man schuldet sich also innerhalb der bestehenden Projektschritte nichts. Das heißt, dass der Kunde für jede Plan- und Kreativ-Erstellung das Copyright gleich mit erwirbt. Damit ist der Kunde in jeder seiner gewünschten Dispositionen frei.

 

Üblicherweise hat der / die erfahrene und professionelle Interior DesignerIn ein ausgezeichnetes Netzwerk an Lieferanten. Jene stellt sie den Kunden für die jeweilige Verwirklichung von Projekt-Schritten zur Verfügung. Je nach Qualitätsrahmen vermittelt die/der erfolgreiche Interior DesignerIn den Lieferanten eine Projektstabilität die auch eine gute Preissicherheit ermöglichen. Meistens also kauft der Kunde die angestrebte Qualität relativ günstig über die/den Interior DesignerIn. Besonders im Bereich der Raumausstattung können spezialisierte Interior DesignerInnen sich den Aufwand für vorzubereitende Detailplanungen von Produkten oder Leistungen bei Auftragsvergabe von Lieferanten bezahlen lassen, respektive werden Planungs-Aufbereitungen der Lieferanten in Konditionen abgegolten. Der Kunde hat dafür dann selbstverständlich keinen eigenen Aufwand für die Planung zu entrichten. Wäre sie verrechnet worden wird sie dann – im Zuge der Auftragsvergabe gutgeschrieben. Hat der Kunde selbst ein eigenes Lieferanten – Portfolio vereinbart er / sie den Inhalt der Kooperation mit jenen im Vorhinein mit der dem Interior DesignerIn.

 

Nicht selten haben Kunden Produktwünsche über Produkte die nicht aus dem jeweiligen Handel zu beziehen sind. Der / die Interior DesignerIn im Schwerpunkt Raumausstattung importiert respektive beschafft ggf. diese Produkte in gegenseitiger Abstimmung und im geregelten Ablauf und Kostenkreislauf (Anzahlung, Lieferung, Restzahlung).

 

 

Aus der Vielfalt dieser Tätigkeiten und Verantwortungen ist es also erforderlich einen gemeinsamen Leistungsrahmen zu vereinbaren. Üblicherweise wird daraus ein wenngleich unverbindlicher Zeitaufwand und Projektablauf kalkuliert und geplant. Unserer Erfahrung nach liegt der Aufwand dafür bei – je nach Projektinhalten – bei 5-10% der Gesamt-Projekt-Summe.

Man kann nicht sagen, dass kleinere Projekte aliquot teurer sind als größere.

Man kann auch nicht sagen, was die Innenausstattung in Relation zu den Gesamtkosten eines Neubaus ausmacht. Bei manchen kosten 2 Bilder mehr als das gesamte Objekt.

 

Jedenfalls aber stellen wir immer wieder fest, dass bei Projekten von denen man behauptet auf Professionelle Begleitung verzichten zu können nicht nur mehr bezahlt wird – sondern eindeutig in Qualität, Originalität, Ausformung und Ausgestaltung nicht wirklich das verwirklicht wird was maximal möglich ist. Aber über all dem steht der eigene zeitliche Aufwand den man in diese Sache zu investieren hat, was oftmals auch das Gesamtprojekt gehörig in die Länge zieht und oftmals ganz schön verunsichert.

 

Interior Design – Das Handwerk und seine Eigenschaften

 

Es gibt kaum einen Beruf mit einer Vielfalt von Anforderungen wie es das Interior Design verlangt. Wir sprechen hier von folgenden Erwartungshaltungen, die es zu erfüllen gilt und deren Einbringung Kunden tatsächlich benötigen: 

             

  • Ausgezeichnete Fähigkeiten zu Technischem Zeichnen vornehmlich mit AUTOCAD © und Kenntnis über diverse visuelle Darstellungen von Räumen, Perspektiven, Einrichtungen.

  • Überhaupt graphische und zeichnerische Begabung und die Begabung Räume gut darzustellen und Konzepte zu visualisieren.

  • Bauliche und technische Kenntnisse – zumindest deren Abhängigkeiten, Spezialisierungen und Schwerpunkte.

  • Kenntnisse der eingesetzten Materialien.

  • Kenntnisse der Oberflächen und Material-Eigenschaften.

  • Kenntnisse über Kompetenzen und Spezialisierungen von Gewerken zumindest im Innenausbau.

  • Ausgezeichnetes Netzwerk von Gewerken mit denen gute gemeinsame Projekt-Erfahrung existiert.

  • Internationales Netzwerk an Lieferanten.

  • Spezialisierung auf einzelne Kompetenzbereiche wie bspw. Holzproduktionen, Küchen und Bäder, spezielle wichtige Einrichtungs- und Gestaltungs-Zusammenhänge.

  • Kenntnisse über den Markt und die Trends der eingesetzten Produkte, Produktionszusammenhänge, Beschaffungskanäle.

  • Kenntnisse über Preislagen, Kalkulationsgrundlagen in der Produktbeschaffung.

  • Gutes Wissen über die Kosten- und Aufwandszusammenhänge der verbundenen Gewerke.

  • Langjährige Erfahrungen in teilweise spezialisierter Planung, Reinzeichnung, Produktberatung, Gestaltung und allgemeine Erfahrung in der Einrichtung und den Einrichtungszusammenhängen.

  • Künstlerische Begabung und Fähigkeit künstlerische Trends und Schwerpunkte zu erkennen und umzusetzen.

  • Besondere Begabung in allen Belangen des Projekt-Managements.

  • Besondere Fähigkeit auf die relevanten, Segment-bezogenen Kundenwünsche einzugehen und jene zu formulieren und umzusetzen. 

  • Gute Fähigkeit im Projekt-Controlling und in der Koordination von Gewerken.

  • Bereitschaft zur laufenden Weiterbildung in bezugnehmenden Belangen.

  • Bereitschaft und Möglichkeit mehrmals jährlich Messen zu besuchen und Innovationen ebenso wie besondere Qualitäten zu erkennen und kennen zu lernen.

  • Mehrsprachigkeit.

  • Hohe Kommunikationsbereitschaft.

  • Ganz besondere Verlässlichkeit und Stressresistenz.

  • Koordinations- und Delegations-Fähigkeit.

  • Sachlich und Objektiv – aber gut im Umgang von Emotionalität, Begeisterung und Leidenschaft.

  • Empathie und doch Leadership – Qualität.

  • Ausgezeichnete kaufmännische Fähigkeiten und Erfahrungen und besondere organisatorische Qualitäten.

 

 

Regeln zur Zusammenarbeit

 

Wenn Sie wollen dass Ihr Projekt zur Raumausstattung gut funktioniert, ist es hilfreich einige Regeln zur Zusammenarbeit mit dem / der Interior DesignerIn zu beherzigen:

 

  • Stellen Sie eine gegenseitige Kompetenz- und Respektlage sicher. Ist jene außer Balance leidet das Projekt in Zeit, Inhalt, Kosten und Qualität.

  • Sie sollten ein gutes Gefühl für den Menschen haben mit dem Sie zusammenarbeiten – als Grundlage für eine sichere Vertrauensbasis.

  • Unabhängig von den Kosten – entscheiden Sie sich für erfahrene Persönlichkeiten, die bereits eine gute Vielfalt an Projekten in Eigenverantwortung abgewickelt haben. Auf diese Person müssen Sie sich verlassen können. Ideal ist es Empfehlungen von Menschen zu bekommen die genau diese Ihre Anforderungen hatten.

  • Stellen Sie eine klare und grundlegende Anforderung Ihrer Bedürfnisse und Wünsche sicher. Ein Projekt, in dem Sie immer wieder Ihre Meinung ändern, sich Budgets verändern,  Abhängigkeiten verschieben – hat die Tendenz auf unterschiedlichen Ebenen schief zu laufen.

  • Gehen Sie vor Projektbeginn kritisch eine Checklist durch. Überschätzen Sie nicht Ihre Voraussetzungen.

  • Machen Sie nicht mehrere eigene Projekte auf einmal – sondern arbeiten Sie bestmöglich Projekt für Projekt durch. Unterschiedliche Projekte haben nämlich meistens unterschiedliche Prioritäten, Schwerpunkte, Geschmackslagen und Abhängigkeiten – jene sollte man nicht durcheinander bringen.

  • Beide Projektpartner müssen ihre Zusagen einhalten.

  • Gehen Sie immer nach qualitativen Gesichtspunkten vor. Wenn Ihnen heute gewisse wünschenswerte Qualitäten zu teuer sind  - gehen Sie nicht leichtfertig Kompromisse ein – oft lohnt es sich abzuwarten oder gemeinsam abgestimmte Neuordnungen einzubringen, die diese Qualitätssicht bestätigen.

  • Haben Sie Vertrauen aber stellen Sie eine gute Projekt-Kontrolle sicher.    

  • Seien Sie gegenüber Ratschlägen offen und lassen Sie es zu dass sich Ihre Welt vergrößert – entscheiden Sie aber nicht gegen Ihren Geschmack und schon gar nicht gegen tiefe Überzeugungen.

  • Gehen Sie gut koordiniert und geplant vor. Ein Partner, der Ihnen das nicht bietet bringt Sie zur Verzweiflung.

  • Kommunizieren Sie regelmäßig – eine laufende Abstimmung ist bei größeren Projekten von besonderer Notwendigkeit.

  • Hinterfragen sie Zusammenhänge persönlich und direkt – nicht hinter vorgehaltener Hand und ‚drei Ecken’.

  • Ihr Projekt ist gut dokumentiert – Schlamperei können Sie sich nicht leisten.

  • Lassen Sie sich niemals die Freude an Ihrem Projekt nehmen.

  • Sind Sie im Bezug zu Zeitplänen und Terminen sensibel und stellen Sie Ihre Verfügbarkeit sicher. 

 

Was bringt mir als Kunde Interior Design?

 

Die Erfahrung einer Interior DesignerIn sind – wie das vorherige Kapitel gezeigt hat – umfassend. Die Verfügbarkeiten über das Internet zeigen die enorme Vielfalt, die unterschiedlichen Qualitäten, Preislagen, Bezugsmöglichkeiten und Abhängigkeiten gut auf.

 

Wenn ich ausschließlich eine Sitzgarnitur suche werde ich mich üblicherweise an einen Spezialisten wenden und wahrscheinlich eher auf den Rat des Interior Designers oder Innenarchitekten verzichten. Und auch das ist keinesfalls selbstverständlich wenn ich die damit verbundenen Details wie Form, Qualität, Sitzkomfort (Sitztiefe des Sofas), Gesamthöhe Verarbeitung, Innenleben, Stoff- oder Lederauswahl, Pflegemöglichkeit, Anordnung, Verfügbarkeit und Nachlieferbarkeiten oder Ergänzungsteile etc. etc. berücksichtigen möchte.  Bei einem oder mehreren größeren Sofas um Summen von 10.000 – 20.000 € und mehr lohnt sich wahrscheinlich auch in Bezug zu den Kosten ein Gespräch mit der Interior DesignerIn. Den Vorteil des perfekt passenden Sofas spürt man jedenfalls täglich.

 

Wenn ich an Projekte herangehe, die geschmackliche, qualitative, budgetär einzugrenzende und ineinander verflochtene vielfältige Verschränkungen aufweisen, bin ich gut beraten mich einer/s Interior DesignerIn zu bedienen. Die haben den Überblick über das Zusammenwirken der Gewerke, der Preislagen, können aus der Wunschvorstellung des Kunden eine umsetzbare Einheit bilden. Sie kennen die Abhängigkeiten und die Rahmenbedingungen und können die Zusammenhänge so darstellen, dass klare und abgesicherte Entscheidungen in den unterschiedlichsten Berücksichtigungen getroffen werden können. Sie haben die richtigen Professionisten an der Hand und nicht selten so Zugang zum besten Preis-/Leistungs-Angebot. Ich als Kunde habe dann den Überblick und die Vorstellung über die mir wichtigen Details. Interior DesignerInnen sind gut in funktionalen und ästhetischen Ratschlägen – sie sehen ein Projekt aus der breiteren Perspektive zwischen Kundenbedürfnissen und bestehenden Voraussetzungen und Erwartungshaltungen. Sie haben massiven Einfluss auf die Nachhaltigkeit und die versteckten Qualitäten und Notwendigkeiten die man als Kunde oft übersieht oder gar nicht kennt.

 

Interior DesignerInnen sind gewohnt in Projekten und komplexen Zusammenhängen und Abläufen zu denken – Kunden denken meistens an die unmittelbar vor Ihnen stehenden Entscheidungen und stehen unter Druck die für sie beste Lösung zu finden über deren Potenziale und Zusammenhänge sie manchmal gar nicht informiert werden, weil sich jeder Verkäufer gerne auf sein eigenes Angebot konzentriert.

 

Die Besten der Branche sind dank ihrer Erfahrung, Einstellung und vielfältigen Zusammenarbeit enorm effektiv und effizient. Effektiv ist nach P. Drucker die richtigen Dinge zu tun und effizient ist die Dinge richtig zu tun. Wenn man die Zeit, das Talent und die Möglichkeit nicht hat Wohnung oder Haus selbst zu gestalten, zu verändern, zu renovieren und einzurichten, es einem aber wichtig ist, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden– ist der/die Interior DesignerIn unweigerlich erforderlich.

 

Die Zeiten sind lange vorbei wo man davon ausgehen muss sich das zu leisten – vielmehr kann man es sich heute unter diesen Voraussetzungen gar nicht leisten es nicht zu tun.

Nach unseren Erfahrungen spart sich der Kunde gut und gerne 20% der Projektsumme durch den Einsatz einer Interior DesignerIn wenn wir gleiche Qualitäten vergleichen. Es ist also meist gar nicht so relevant was jene kosten – sondern viel relevanter was jene bringen.

Ich kann Ihnen gar nicht sagen wie viele Küchen und Bäder wir schon umgebaut haben deren Umgestaltung nahezu die selben Kosten verursacht hat wie die ehemalige inadequate Neuerrichtung. Unprofessionelle Projekte erreichen sehr oft einen Grad innerhalb welches Kompromisse nötig werden weil sonst Kosten ausufern, Funktionen nicht erbracht werden können, Zeitrahmen deutlich überschritten werden oder andere Abhängigkeiten in Gefahr geraten. Die spätere Beseitigung dieser Kompromisse ist überproportional teuer.

 

Oft kaufen Kunden aus romantischen Erwartungshaltungen oder Wertentwicklungshoffnungen spontan Objekte relativ günstig die dann in der Renovierung und individuellen Anpassung ein Vermögen kosten oder gar nicht den Erwartungen entsprechend  verwirklichbar sind. Dann fehlt das Geld für den Innenausbau und man geht Kompromisse ein die einen die Anschaffung verleiden und den Wiederverkaufs-Preis schmälern. Welche Bagatelle hätte es im Vergleich dazu gekostet bei der Entscheidungsfindung eine/n Interior DesignerIn  zu Rate zu ziehen?

 

Interior Design für den Vermieter

 

Die Zusammenarbeit mit einem Interior Designer hilft nicht selten Vorteile zu schaffen die man über lange Zeiträume hinweg für sich und andere nutzen kann.

 

Es ist weniger eine Frage der Orientierung an der Höhe der Budgets als das Verständnis über die unmittelbaren wirtschaftlichen und qualitativen Zusammenhänge. Für uns als Interior Design Unternehmen ist es mit ähnlichen Budgetlagen machbar qualitative, funktionale und hoch originelle Objekte auszustatten. Immer wieder stellen wir fest wie Kunden darüber überrascht sind was wir für sie leisten und verwirklichen können.

 

Manchmal statten wir Wohnungen im Auftrag der Vermieter aus. Ihre Vorteile sind spontan dreifach:

 

  • Ihre Mieter bleiben länger, weil sie sich wohlfühlen,

  • die Mieter zahlen mehr für die bessere Qualität und

  • das Objekt erfährt eine unmittelbare Wertsteigerung durch die getätigte Investition.

  • Das ist oftmals für weniger als 500,- € / m2 zu verwirklichen.             

   

Kann ich mir Interior Design leisten?  

 

Für die Beantwortung dieser Frage gibt es unserer Auffassung nach folgende unmittelbare Einflussgrößen:

 

  • Das Objekt ist idealerweise im Eigentum oder ich benutze es im Zusammenhang mit einem langfristigen gut leistbaren Mietvertrag.

  • Ich nutze es selbst und/oder habe eine klare Nutzungs- resp. Verwendungs-Vorstellung.

  • Ich habe einen verfügbaren und auf das Objekt und meine Wünsche eingrenzbaren Budgetrahmen.

  • Meine direkten oder indirekten Erwägungen über das Objekt machen Sinn

 

Sind diese Einflussgrößen gegeben habe ich gute Voraussetzungen für die Zusammenarbeit mit einem/r Interior DesignerIn.

Finde ich die Person meiner Wahl ist es wichtig mir einen kostenlosen umfassenden Vorschlag zur Zusammenarbeit mit Projektplan einzuholen, der aus unabhängig einbringbaren Projektschritten besteht, die ich getrennt voneinander mit ihm/ihr gemeinsam verwirklichen kann.

 

Damit kann ich einschätzen was das Gesamtprojekt kostet und was ich innerhalb der einzelnen Projektschritte an Aufwand und Ertrag zu erwarten habe.

 

Daraus ist es mir leicht feststellbar ob ich mir leisten kann darauf was es bringt zu verzichten.

 

Gehen Sie von Vorauszahlungen aus und von der Tatsache, dass ein guter Geschäftspartner klare Regeln hat und für kaufmännisch finanzielle Belange wenig Romantik einbringt. Wir sind auch über die Jahre zur Auffassung gekommen, dass nur innerhalb dieses Korridors eine freie, freudige, aufmerksame und unbekümmerte kreative und weiterführende Arbeit für meine Kunden möglich ist. Nichts ist lästiger als ewig seinem Geld oder den erforderlichen Leistungen nachzulaufen und der Erfüllung der gemeinsamen Vereinbarungen. Unsere Kunden verstehen wenn wir einen klaren, fairen und gut orientierbaren Rahmen der Zusammenarbeit schaffen. Da es meistens in der Identifikation mit den Projekten unweigerlich erforderlich ist von Seiten des Interior Designs mehr zu tun, tiefer zu recherchieren, besser zu vergleichen und da und dort zu experimentieren, zu verändern und Risiko einzugehen – versteht es sich für uns immer wieder von selbst, dass es zu Mehrleistungen kommt die nicht verrechenbar sind und einfach unserem Vertrauensgrundsatz unterliegen müssen. Das wollen wir tun können und diese Einstellung wollen wir uns niemals nehmen lassen – deswegen brauchen wir die gegenseitigen Sicherheiten zueinander.        

 

Faustregeln in Angebot und Zusammenarbeit

 

Wir haben schon darüber gesprochen, deswegen fasse ich die wesentlichen Punkte des Themas nur stichwortartig zusammen – umso wichtiger aber sind sie:

 

Fangen wir gleich beim wichtigsten an: Es handelt sich bei diesen umfassenden Projekten immer um eine Arbeit der Gemeinsamkeit. Man muss einen Zustand erreichen innerhalb dessen Kunde und Anbieter auf selber Augenhöhe sind. Nur dann ist eine klare und einfühlsame gemeinsame Sprache für gemeinsame Lösungen möglich. Das ist deswegen so wichtig, weil die Interior DesignerIn auch die unausgesprochenen Bedürfnisse und Zusammenhänge der AuftraggeberIn wahrnehmen und artikulieren muss. Erst darin findet letztlich eine Wiedererkennung des Kunden innerhalb seines Projektes statt. Innerhalb dessen erst können sich Lösungen nachhaltig verwirklichen.

 

Diese gemeinsame Respektlage und Anerkennung der Kompetenz ist Grundlage für Vertrauen und die Sicherheit in guten Händen zu sein. Umgekehrt ist es dazu erforderlich, dass die AuftraggeberIn auch ihren Teil der projektbezogenen Zusagen einhält. Das beginnt bei der Verantwortlichkeit, geht über Entscheidungsbereitschaft, zeitliche Verfügbarkeit hin bis zu der Einhaltung der finanziellen Abwicklungen.

 

Es braucht die Bereitschaft der AuftraggeberIn Lösungen zu überdenken und wirken zu lassen. Gute Interior DesignerInnen verwirklichen beides – den Anteil dessen den der Kunde unmittelbar wünscht und in der Ausformulierung wiedererkennt und bestätigt bekommt ebenso wie den Anteil dessen der zur individuellen besonderen und einzigartigen, überraschenden Wahrnehmung des Kunden ausformuliert wird. Manchmal weigern sich die Kunden den zweiten Anteil eines Angebotes anzuerkennen weil er über die unmittelbare Erwartungshaltung hinausgeht. Manchmal sind diese Erwartungshaltungen Fixierungen, die man zeitweilig aufgeben sollte. Eine gleichberechtigte Annäherung an beide Aspekte tut dem Projekt meistens sehr gut.

Arbeiten Sie mit erfahrenen Interior DesignerInnen / InnenarchitektInnen / RaumausstatterInnen. Sie sollen über reichlich abgewickelten Projekt-Erfahrungsschatz verfügen, ausgezeichnete Reputation haben, ein hervorragendes Netzwerk und ebenso Planungs- wie Material-Kenntnis. Ich würde sagen das ist neben der Fähigkeit auf Sie als Kunde einzugehen und die Bereitschaft Zeit zu haben und Sie zu verstehen das operative Minimum.

 

Bestehen Sie auf ein ausgesprochen aussagefähiges Angebot und eine ordentliche Projektbeschreibung aus der heraus Sie sich verstanden fühlen und gut orientiert. Wenn Sie nicht im Vorhinein wissen was wann zu welchem Preis und unter welchen Voraussetzungen geschieht – dann lassen Sie es bleiben.

 

Akzeptieren Sie; dass Qualität teuer ist – wenngleich sie keinesfalls unverschämt und unerklärbar teuer sein muss. Der Preis soll jedenfalls erklärbar sein durch Material und Verarbeitung.

 

Achten Sie darauf, dass Sie verwirklicht werden und sich nicht der/die Interior DesignerIn um jeden Preis selbst verwirklicht oder gar ausschließlich nach Schema arbeitet. Sie sind der Mittelpunkt des Interesses. Lassen Sie die Finger davon wenn Sie das Gefühl haben das Eitelkeit im Spiel ist.

 

Ein guter Interior Designer geht auf ihr Budget ein und bemüht sich um die Erstellung einer adäquaten Leistungs- und Produktkonstellation. Geben Sie ihr/ihm den relevanten Rahmen und halten Sie sich selbst daran. Wenn Sie mitten im Projekt die Koordinaten verändern zahlen Sie den berechtigten Mehraufwand dazu und bekommen unerfreuliche Qualitätsrücknahmen. Sie haben dann selbst nur mehr eingeschränkte Freude am Objekt und beginnen rasch einmal am falschen Fleck zu sparen.

 

Eine gute Interior DesignerIn koordiniert unentwegt. Das braucht eine über die Projektdauer hinweg gehende gute Kommunikation. Beide sollten das voneinander verlangen können.

 

Gute Interior DesignerInnen begleiten ihre Lieferanten, prüfen, messen nach, befühlen die Ware, sind durchaus kritisch, koordinieren und begleiten Montagen innerhalb welcher ja oftmals mehrere Gewerke zusammenkommen. Seien Sie zu diesen Lieferanten freundlich und sachlich und seien sie umsichtig wenn Sie merken, dass Ihre Interior DesignerIn das nicht auch ist. Höflichkeit und Genauigkeit sind oberstes Gebot.

 

Es gibt kein Projekt in dem nicht auch etwas schiefgehen kann. Geschieht es ist jene eine gute Interior DesignerIn, die die Verantwortung auf sich nimmt und nicht um den heißen Brei herumredet. Bleiben Sie großzügig, emotionslos und sachorientiert – sie bekommen es 100-fach zurück.

 

Interior Design / Innenarchitektur als Instrument von Ein- und Verkauf von Immobilien

 

Gegenüber dem spekulativem Einsatz eines in Szene- Setzens einer schwach ausgestatteten und disqualifizierenden zum Verkauf stehenden Immobilie, die beiden Käufern und Verkäufern letztlich mehr abverlangt wobei es darum geht die Immobilie angeblich besser und leichter zu verkaufen- sind wir doch ziemlich kritisch eingestellt.

 

Andererseits gibt es qualitativ gut ausgestattete aber nur unvorteilhaft arrangierte und betonte Immobilien die zum Verkauf gelangen – hier ist es vielleicht sinnvoll die Situation mit geringem Aufwand aber hohem Wirkungsgrad zu verändern und zu verbessern.

 

Die Situation ist einfach zusammen zu fassen: Qualität in Lage, Konstellation und Grundausstattung der Immobilie sollte unserer Auffassung nach der Taktgeber für die Bereitschaft dieses ‚Homestaging’ sein.       

 

Tatsächlich soll man vorsichtig sein, dass es für alle Beteiligten nicht nur zum Aufwand wird: Der Verkäufer investiert in einige wenige mehr oder weniger phantasievolle Details und Verbesserungen des Hauses um dem Käufer hier besondere Anregungen zu vermitteln für welche man meint dass jener dann mehr zu bezahlen bereit wäre. Wenn es sich dabei nur um Fassadierungen  handelt, betrachten wir es als meist leicht aufdeckbaren Unsinn dafür Geld zu investieren. Man ignoriert dabei auch die Tatsache, dass mehr als 90% der Käufer die Immobilie immer nach ihrem Dafürhalten und ihren Notwendigkeiten anpassen und verändern und jene die verkaufen sind nicht selten in einer Lage in der zusätzliche und spekulative Investitionen für sie auch eine zusätzliche Belastung darstellen.

 

Der/Die Interior DesignerIn oder der/die InnenarchitektIn kann sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer von wertvoller Unterstützung sein. Wenn eine Immobilie passt dann tut sie das in Beratung durch ExpertInnen auch ohne Vorspiegelungen. Jene schaden dann eher. Und offensichtlich defekte und qualitative, bauliche Einschränkungen wie feuchte Mauern, schleichende Probleme und offene Schäden sind von Experten rasch zu identifizieren. Jene empfiehlt es sich nicht zu verstecken sondern offen und ehrlich darzustellen oder gleich zu reparieren.

 

Fazit also: Mit einer Interior DesignerIn und InnenarchitektIn und einer guten MaklerIn im Gespann und dem gemeinsamen Abstecken klarer Koordinaten erreichen Sie im Ein- und Verkauf mehr als auf etwas zu spekulieren wofür Sie nicht wissen ob der Käufer Interesse und Verständnis hat und Sie in etwas investieren an dem ihr Herz nicht hängt und das Ihr Objekt zusätzlich verteuert. Offensichtliche Schäden oder Beeinträchtigungen schmälern den Preis meistens stärker als ihre Reparatur ausmacht – jene also wäre es vernünftig in Ordnung zu bringen bevor man an den Verkauf des Hauses herangeht. 

Das mag eine konservative Sichtweise sein – aber wir halten es lieber mit eindeutigen und klaren Linien.

 

Geradezu Geldvernichtungs-Maschinen sind Gastronomie-Betriebe und Geschäftslagen, die ihre Ausstattungen viel zu teuer und viel zu ungenau an Ihren Geschäftszweck orientieren und dann in finanziell bedrängten Situationen zum Verkauf oder zur Geschäftsaufgabe weit unter dem Wert gezwungen werden. Wenn man annimmt dass der neue Übernahme – Betrieb daraus lernt und die bestehenden Möglichkeiten ggf. in Absprache mit einer Interior DesignerIn nützt – täuscht man sich meistens.

 

 

Ist Interior Design verkaufsfördernd?  

 

Ja und nein. Ich würde sagen, dass guter Geschmack, zeitloses Design, ein hohes Maß an Individualität und Originalität niemals schlecht sein kann. Entscheidend aber ist, dass Sie sich jetzt hier und jetzt darin wohlfühlen, es Ihre Sprache ist und Ihre Notwendigkeiten abbildet. Engagieren sie sich für das Persönliche, das Private und Ihre eigenen Zusammenhänge in bestmöglicher Ausformung als immer daran zu denken ob das worin Sie investieren auch etwas ist was Sie wieder leicht verkaufen können. Das wäre ein nicht nötiger Kompromiss.

 

Interior Design unterstützt Ihre Bedürfnisse – ist es jenes, unbedingt sicher zu stellen, dass das Objekt wieder gut verkauft werden kann – dann wird sich die Interior DesignerIn versuchen danach auszurichten und dementsprechend trachten allgemeine und nicht allzu persönliche Kriterien einzubringen.

Vergessen Sie aber nicht wie vorher gesagt, dass die meisten KäuferInnen ihre eigenen Interessen verwirklichen wollen. Wenn Ihr Objekt dem zufällig entspricht – ist das ein gutes Argument zum Weiterverkauf, weil die KäuferInnen nur mehr wenig investieren müssen.

 

Interior Design als Dienstleistung ist jedenfalls dann verkaufsfördernd wenn Sie Bauträger oder Vermieter von Objekten sind. Hier helfen qualitative und vernünftige Hinweise über die Raumanordnung, den Grundriss und die grundlegende qualitative Raumausstattung. Ein gut ausgestattetes oder saniertes Bad z.B., das richtige Küchenkonzept im Sinne von Wo und Wie, die Ausstattung der Böden und die grundlegenden Lichtanschlüsse, die Türen und Fenster, die Terrassen-Ausstattung etc. sind jedenfalls gute Entscheidungsargumente um den Preis zu drücken oder zu heben. Es ist unfassbar wie viel Geld bei der Unterlassung solcher Kriterien verbrannt wird. In Summe kann man sagen, dass wann immer man auf Qualität und Originalität verzichtet man in einem vielfältigen und dynamischen Markt Einbußen erleidet.

Das fordert auch den Aspekt ein, dass Qualität unserer Auffassung nach nicht teuer sein muss. Das ist eine der hohen Künste des Interior Design und die besondere Fähigkeit dieser Dienstleistung.

 

Was kann das Internet für mich als Kunde tun?     

 

Wir stellen immer wieder fest, dass das Internet Kunden dazu verlockt die Arbeit des/r Interior DesignerIn eingrenzen zu wollen und vielleicht zu kategorisieren. Wie immer gibt es hierbei zwei Seiten zu betrachten:

 

Einerseits ist das Internet sowohl für uns selbst – und hier ganz besonders – als auch für den Kunden – und hier wahrscheinlich in eingeschränkterem Maße – ein hervorragendes Arbeits-, Recherche-, Orientierungs- und Entscheidungs-Medium. Es ist erstaunlich was sich diesbezüglich innerhalb der letzten 15 – 20 Jahre getan hat. Die Anbietermenge im Netz ist geradezu explodiert.

Früher haben wir viel mit Katalogen und breiten Musterkollektionen gearbeitet. Die Grundausstattung für Material-Auswahl, Oberflächen war für den Interior Designer enorm – sowohl in den Kosten als auch in den Flächenerfordernissen. 2 bis 3 MitarbeiterInnen haben eine Fläche von gut 100m² benötigt um Kunden kompetent beraten zu können. Die Arbeit ist heute ganz anders geworden: Sie ist wesentlich intellektueller, wesentlich mehr EDV- und App-bezogen, deutlich kommunikativer geworden mit deutlich mehr Lieferanten. Wir arbeiten praktisch zu 80% im Netz und treffen nur mehr Entscheidungen. Die Musterausstattung ist geringer und umfasst nur mehr stabile Kernprodukte wenngleich Kunden-bezogene Materialien wesentlich objektbezogener und wesentlich origineller und treffgenauerer zugeordnet werden können. Der Kunde bekommt heute wesentlich mehr für sein Geld in wesentlich schnellerer Zeit. Und die/der Interior DesignerIn ist weit mehr als KoordinatorIn, KünstlerIn, Projekt-ManagerIn tätig und zu einem großen Maße Netzwerk-abhängig. Und das in einer sehr lebendigen, dynamischen, abwechslungsreichen Welt. Es erfordert enorme Erfahrung und grundlegende praktische Kenntnisse um das gewaltige Angebot im Internet beherrschen zu können und für sich als Interior DesignerIn arbeiten zu lassen. Die Qualitäts-Unterschiede sind sehr hoch. Die Anzahl der Lieferanten sind durch eine beliebige Internationalität und ein gemeinsames Europa gewaltig gestiegen. Wenn wir früher Lieferanten aus 2-3 Ländern hatten – sind es heute 15-20 Länder und wir wählen aus einem Szenario von 250-300 Anbietern aus, die schon den engeren Kreis abdecken. Der Trend ändern sich viel schneller – ebenso schnell wie die Qualitäten und Qualitätsverschiebungen. Ebenso werden Trends vielfältiger. Qualität wird teurer und Menge billiger.

Das alles auf kleineren Flächen mit einer geringeren Anzahl von MitarbeiterInnen, die auf den Universitäten ein immer größeres Wissensangebot erhalten was nicht heißt dass man immer genau das lernt was der Kunde wirklich braucht.

 

Für die Kunden selbst ist der Segen des Internets oftmals – ja sehr häufig – auch ein Fluch. Je mehr Möglichkeiten, Varianten, Qualitäten, Preislagen, Kombinationen – sichtbar und unsichtbar präsentiert werden – desto gewaltiger ist die Verwirrung. Es ist für den Kunden nicht leicht aus der enormen Vielfalt zu einer abgesicherten Meinung zu kommen. Nehmen Sie ein ganz normales Sofa: Alleine die Kategorien innerhalb derer Sie sich entscheiden sollten sind gute 15 verschiedene qualitative Gesichtspunkte. Da sind die geschmacklichen und stilistischen Gesichtspunkte noch gar nicht berücksichtigt. Wenn ich heute SOFA im deutschsprachigen Internet eingebe erhalte ich 87.600.000 Hinweise. Benötigte ich nur 20 Sekunden pro Hinweis und beschäftige mich nur mit einer Priorisierung und Eingrenzung von 10% - dann ist das ein Arbeitsaufwand von mindestens 10 Jahren wenn Sie den ganzen Tag nichts anderes tun. Dann wissen Sie über die Verfügbarkeiten aber nichts über die Qualitäten Bescheid.

 

Was also wollen wir damit sagen?

Das Internet für den Kunden ist wunderbar um sich einen Überblick zu verschaffen. Eigentlich ist nur die Beantwortung der Frage relevant ob es für mein Anliegen gewisse Lösungsgrundlagen, Auswahlmöglichkeiten und Varianten gibt. Wenn ja – mit wem rede ich drüber? Wer informiert mich darüber was mir entspricht? Welche Qualitätsunterschiede muss man berücksichtigen?

Was habe ich davon wenn ich im Internet 30 Tischler in meiner Umgebung finde, wenn ich die Grundlage der Ausschreibung für deren Arbeit bei mir nicht kenne, wenn ich über die Qualitäten nichts weiß in Bezug zum Material, zur Oberfläche, zu Verarbeitung, zu den Beschlägen – und schon gar nicht zu der Ausgestaltung und zu den Montage-Kriterien. Und jetzt habe ich von den Preisunterschieden und Kompetenzen der 30 Tischler untereinander noch gar nicht gesprochen.

Das Internet hilft unseren Kunden Ideen zu erfahren, Vielfalt zu erkennen, Grundlagen zu eruieren und Gesprächsthemen aufzubereiten. Ebenso kann man wunderbar Qualitäten und Abhängigkeiten hinterfragen und recherchieren.

Auf dieser Ebene ist eine Zusammenarbeit zwischen Kunde und Interior DesignerIn wunderbar möglich. Auch sind die rein IT-bezogenen Möglichkeiten für den Kunden von Seiten des Interior Designs heute viel effektiver, schneller, besser und billiger als früher. Das ist gut für das Angebot und die Entscheidungsgrundlagen. Auch e-commerce ist ein Thema dessen Chancen und Eingrenzungen man nicht unterschätzen darf.

Im Allgemeinen ist es heute möglich, dass wir als Interior DesignerInnen mit Hilfe des Internets in gemeinsamer Benutzung sozusagen – jedem Kunden eine sehr persönliche, originelle und individuelle Verwirklichung seiner Bedürfnisse und Geschmackslagen in durchaus guten Preislagen und Preis-/ Leistungsverhältnissen übermitteln können. Das macht zusätzlich unsere Arbeit sowohl oft  billiger für den Kunden als auch leichter, genauer und schneller für uns selbst. Immer aber unter der Voraussetzung dass wir die Mittel erfahren, kompetent und professionell nützen – im Kommunikation, Auswahl, Planung, Analyse, Darstellung und Entscheidungsaufbereitung. Und das alles auf einer Ebene des Internets und der Vernetzungen – Raum- und Zeitunabhängig – gemeinsam mit unseren Kunden.

Es ist eine wunderbare Zeit für dieses Gewerbe und es ist eine wunderbare Zeit für Kunden mit diesem unserem Gewerbe gut zusammen zu arbeiten.

       

Gibt es eine Check-List?

 

Man sollte jedenfalls vor dem Herangehen an ein Projekt eine Checklist zur Verfügung haben. Jene ist beliebig zu strukturieren und zu erweitern – wesentlich ist die bestmögliche Einhaltung der darin angepeilten Koordinaten. Wir geben unseren Kunden vor einem Projekt immer folgende Orientierungen als Checklist:

 

  • Definition des Zeitrahmens für das Projekt mit Reserven?

  • Gibt es ein Abhängigkeitsdatum für das Projekt?

  • Gibt es im Bezug zu Kooperationen besonders wichtige AnsprechpartnerInnen oder bevorzugte Lieferanten?

  • Haben wir ein Budget definiert?

  • Haben wir eine Budgetreserve vorgesehen?

  • Ist und die Finanzierung klar und haben wir sie abgesichert?

  • Gibt es Unsicherheiten, die auf das Projekt Einfluss haben könnten?

  • Haben wir einen besonderen Stil den wir bevorzugen?

  • Wollen wir Möbel oder andere Inhalte integriert haben?

  • Haben wir besondere Abhängigkeiten oder Bedarfs-Voraussetzungen?

  • Haben wir Gesundheits- oder Umweltzusammenhänge deren Berücksichtigung uns notwendig erscheint?

  • Wollen wir audiovisuelle, Sicherheits- oder andere technische Voraussetzungen integriert haben?

  • Wer innerhalb der Familie hat welche besonderen Wünsche, Abhängigkeiten, Kriterien an das Projekt?

  • Haben wir Urlaube, wichtige Geschäftstermine oder andere wichtige Abhängigkeiten berücksichtigt?

  • Haben wir eine Prioritätenliste aufgestellt?

  • Haben wir ausreichende Kommunikations-Möglichkeiten?

  • Haben wir Sicherheit über die Person/en, die unser Projekt koordinieren.

 

       

 

Wie frei bin ich als Kunde im Projekt?

 

Es ist unserer Meinung nach entscheidend, dass sich unsere Kunden innerhalb eines Projektes immer weitestgehend frei fühlen. Das ist der Grund warum wir das Projekt in Schritte und Teilbereiche untergliedern. Jene Teilbereiche aber sollen abgeschlossen werden, da sonst Entscheidungen zur Fortsetzung, zum Abbruch oder zu Veränderungen und Interventionen nicht sinnvoll sind.

 

Keinesfalls soll sich der Kunde - aus welchen vertraglichen Abhängigkeiten immer - zur Erfüllung des Gesamtprojektes wider seinem Willen gezwungen fühlen. In einem Projekt sollen die positiven, förderlichen und kreativen Aspekte überwiegen.

Dazu gehört, dass der Kunde zu jedem Zeitpunkt Gefühl und Sicherheit hat, dass er in seinem Interior Design Partner einen positiven und fortschrittlichen und jedenfalls lösungsorientierten Begleiter hat.

Es gibt während eines Projektes unserer Auffassung nach nichts, dass man sich nicht gegenseitig eingestehen könnte. Wenn dem Kunden Chancen, Möglichkeiten, Mittel oder Anlässe im Projekt verloren gehen, dann muss man gemeinsam nach Lösungen und gemeinsam zu tragenden Beschlüssen suchen, denn so wie es zu Beeinträchtigungen kommen kann – können sich wieder neue Möglichkeiten der Fortsetzung und Zusammenführung auftun. Auch kann man im Projekt dann und wann durchaus die Koordinaten ändern.

 

Es gibt sehr einfache Handlungs- und Durchführungs-Blöcke wie:

  1. Allgemeine Planungs-Phase

  2. Konkrete Vorbereitungs-, Organisations- und Kreationsphase

  3. Durchführungsphase  

 Nach Phase 1 und 2 kann man innehalten und die Schritte und Inhalte so dokumentieren, dass man zu jedem Zeitpunkt später wieder darauf aufsetzen kann.

 

Man sollte nicht abbrechen ohne seine aktuellen Verbindlichkeiten getilgt zu haben. Deswegen halten wir viel davon nicht nur 3 Phasen sondern mehrere kleinere und kaufmännisch verkraftbare Phasen vorzusehen. Wir haben das oben bereits eingehender beschrieben. Üblicher Weise sind das folgende, auf einander aufbauende Schritte:

 

1. Erste Phase Schaffung der Grundlagen

 

  • Requirement Definition

  • Genaue Zusammenfassung der Projekterwartungen und –Grundlagen und Budgets

  • Erstellung eines verbindlichen Projektplanes

  • Erstellung eines verbindlichen Verantwortungs- und Zahlungsplanes soweit es den Aufwand des Interior Designs betrifft

  • Sicherstellung der richtigen Grundriss-Details

  • Festlegung eines 2D Einrichtungsplanes in .dwg – Format, damit weiter in AUTOCAD © gearbeitet und jederzeit geändert werden kann. Ein gemeinsames Format ermöglicht Projektpartnern eine einfache Zusammenarbeit.

 

2. Ende der Ersten Phase und Übergang in die Kreations-Phase als zweite Phase

 

  • Erstellung eines Kreationskonzeptes

  • Einbringung von Farben, Materialien, Oberflächen, Böden

  • Einbringung eines Lichtkonzeptes

  • Einbringung von Einrichtungsideen

  • Allgemeine Visualisierung – hin bis zum ggf. gewünschten und meist aufzuzahlenden 3D Plan.

  • Festlegung der gemeinsamen Übereinstimmung und der Schwerpunkte für die Entscheidungsgrundlagen

 

3.  Ende der zweiten Phase und Einbringung der Entscheidungsgrundlagen

 

  • Erstellung einer Stück und Beschaffungsliste im Produktdetail

  • Aufbau eines Beschaffungsplanes mit allen Kosten und Verantwortungen

  • Gemeinsame Durchführung der Leistungs- und Kostenoptimierung

  • Avisierung der Lieferanten in Nutzung bestehender oder Schaffung neuer Netzwerke

  • Abstimmung mit den Lieferanten vor Ort

  • Konkrete Mustereinbringung

  • Entscheidung über den Beschaffungsplan

  • Entscheidung über die Beschaffungsphasen

 

4.  Ende der dritten Phase und Umsetzung als vierte Phase als Projekt-Umsetzung

 

  • Beauftragung durch den Kunden

  • Gemeinsame Koordination der Bestellabläufe, Leistungs-, Zeit- Qualitäts- und Kostenkontrollen

  • Produktionsbegleitung insbesondere bei Tischlerarbeiten und Maßfertigungen

  • Liefer- und Montage-Koordination

  • Laufende Qualitätskontrolle der unterschiedlichen Gewerke (meist arbeiten 3-4 Gewerke parallel)

  • Sicherstellung der Bezahlungen und Zahlungsläufe generell durch den Kunden

  • Feinabstimmung für Accessoires und Nachbegleitung des Kunden.

 

Ende des Projektes    

 

 

Was ist wenn das Budget wider Erwarten knapp wird?

 

Sobald der Kunde darüber Bescheid weiß, soll er/sie unbedingt und sofort mit der Interior DesignerIn Kontakt aufnehmen und die jeweiligen Abhängigkeiten besprechen.

 

Je früher alle mit der neuen Voraussetzung konfrontiert sind desto leichter kann man im Projekt damit umgehen und sich darauf einstellen ebenso wie man gewisse Umstände rechtzeitig berücksichtigen kann.

 

Das ist dann meistens für den Kunden die angenehmste und beste Lösung.

 

Man schließt darauf aufsetzend Projekteinheiten ab und friert die Zusammenhänge so lange ein, bis es Verbesserungen und neue Orientierungen gibt. Bzw. schafft man neue Prioritäten und einen Stufenplan!

 

Was ist wenn ich als Kunde mit meinem/r Interior DesignerIn nicht zusammenarbeiten kann?

 

Unserer Auffassung nach gibt es hier auch nur eine gute Lösung:

 

Darüber reden und ggf. die Differenzen klären.

 

Kann man die Differenzen nicht klären sollte man wieder den bestehenden und wahrscheinlich bereits bezahlten Arbeitsschritt bestmöglich beenden und in guter amikaler Manier die Zusammenarbeit abbrechen.

 

Es soll in der Form und der Methode der Zusammenarbeit jedenfalls sichergestellt sein, dass der Kunde diese Lösungsoption hat. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

​© 2016 Chris Janisch. Erstellt mit Wix.com.

Hintergrundbilder © Heidi Lerkenfeld und © Chris Janisch

Redaktioneller Inhalt: Elke Altenberger und Chris Janisch

  • Houzz Social Icon
  • LinkedIn Social Icon
  • Pinterest Social Icon
  • Facebook Social Icon